Inhaltselement überspringen 

Kinderschutzfachtag 2026

Am 29. August 2026

Erfurt

 
Inhaltselement überspringen 

Unter dem Titel „Verantwortung übernehmen! Aufarbeitung und Betroffenenbeteiligung nach Fällen sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“ laden wir Sie recht herzlich zu unserem diesjährigen Interdisziplinären Kinderschutzfachtag in das Kontor nach Erfurt ein.

 
Inhaltselement überspringen 
Inhaltselement überspringen 

Programm

09.00 Uhr      Ankunft der Gäste

09.30 Uhr      Begrüßung

09.45 Uhr      Die Initiative „Thüringer Kinderschutzkonzept“ gibt Kindern und Jugendlichen eine Stimme!

10.00 Uhr      Vortrag: "Kulturen des Schweigens"
                            
 Dr. Michael Knoll, Universität Leipzig

10.30 Uhr      Vortrag: Empfehlungen zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt und Standards der Betroffenenbeteiligung
                             Prof. Julia Gebrande und Prof. Heiner Keupp

11.15 Uhr      Podiumsdiskussion
                              Udo Götze, Landesbeauftragter für Kinderschutz im Freistaat Thüringen und Staatssekretär im TMSGAF
                              Kerstin Claus, Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen (UBSKM)
                              Angela Marquardt, Mitglied des Betroffenenrates bei der UBSKM
                              Prof. Julia Gebrande, Vorsitzende der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs

12.15 Uhr        Mittagspause

13.15 Uhr        Workshops

14.45 Uhr        Kaffeepause

15.00 Uhr        Zusammenfassung der Workshops

15.30 Uhr        Einladung zum Gallery Walk und zum internen Austausch

16.00 Uhr        Ende der Veranstaltung

 
 
Inhaltselement überspringen 

Workshops

Übersicht Workshops
NameLeitungBeschreibung
Workshop 1:
Dem Ruf aus der Zukunft lauschen – Teams verändern ihr System
M.Sc. Psych. Manuela Pracht
Referentin im Schulpsychologischen Dienst
Dipl.-Psych. Mario ten Venne
Referent im Schulpsychologischen Dienst
Veränderungen in Gruppen zu gestalten, ist eine Herausforderung, der sich jede Institution, jeder Verein und jede Gemeinschaft stellen muss. Institutionelle Entwicklung erfordert individuelle Motivation, klare Visionen und geeignete Schritte, um diese umzusetzen. Einem ersten Ruf aus der Zukunft werden wir gemeinsam lauschen, diesen ausgestalten und versuchen, Rückschlüsse auf die eigene Arbeitspraxis zu ziehen. Im Workshop erwartet Sie ein anschauliches Arbeitsmodell, in das Sie sich selbst einbringen und im gemeinsamen Austausch von allen Teilnehmenden profitieren.
Workshop 2:
Kulturen des Schweigens - eine Prozessperspektive
PD Dr. Michael Knoll
Organisationspsychologe - Universität Leipzig und Hochschule Mittweida
Im Workshop geht es darum zu verstehen, warum in Organisationen kritische Themen wie etwa Missbrauch nicht angesprochen werden bzw. wenn sie angesprochen werden, man "auf taube Ohren" stößt und wie das Schweigen überwunden werden kann.
Workshop 3:
Sexueller Missbrauch in Institutionen
Holger Pröbstel
Vorsitzender Richter am Landgericht Erfurt
Im Workshop wird Holger Pröbstel gemeinsam mit den Teilnehmenden nicht nur aus der juristirschen Perspektive eruieren, wie man mögliche Gefahren von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche erkennen kann. Holger Pröbstel möchte mit den Teilnehmenden in den Austausch kommen zu Hintergründen und Strukturen, die vielen Fällen zugrunde liegen und diese an verschiedenen Beispielen erörtern.
Workshop 4:
Betroffenenbeteiligung als konstituierende Voraussetzung von Aufarbeitungsprozessen in Institutionen und Familie
Angela Marquardt
Mitglied des Betroffenrates der UBSKM und Mitglied der Unabhängigen Aufarbeitungskommission des LSB
Steffen Sindulka
Mitarbeiter Schutz vor interpersonaler Gewalt und Kinderschutz im Thüringer Sport und Vorstandsvorsitzender der LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V.
Der Workshop bietet Einblicke in die Praxis und die damit verbundenen Erfahrungen von Betroffenenbeteiligung in Aufarbeitungsprozessen. Anhand praktischer Beispiele (Aufarbeitung HSV Weimar, Deutscher Handballbund, Unabhängige Aufarbeitungskommissionen bei der DBK) vermittelt der Workshop die Bedingungen für gelingende Betroffenenbeteiligung. Im Workshop werden Herangehensweisen, Herausforderungen und Umsetzungswege für Betroffenenbeteiligung reflektiert und aufgezeigt.
Workshop 5:
Empörte Kommentare und irritiertes Schweigen: Über den Umgang mit Ergebnissen institutioneller Aufarbeitung und Konsequenzen für Schutzprozesse
Prof. Dr. Edith Glaser
bis September 2021 Inhaberin der Professur für Historische Bildungsforschung an der Universität Kassel
Ausgehend von der im Dezember 2025 veröffentlichten Fallstudie "Sexualisierte Gewalt und Schule" wird in diesem Workshop zum einen gezeigt, welche Folgerungen für Schutzprozesse in anderen Institutionen abgeleitet werden können. Zum anderen werden v.a. pädagogische Leerstellen in bisherigen Aufarbeitungsprozessen thematisiert und Konsequenzen für eine interinstitutionelle Zusammenarbeit benannt.
Workshop 6:
Institutionen übernehmen Verantwortung - Empfehlungen zur Aufarbeitung in der Praxis
Julia Gebrande
Mitglied der unabhängigen Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs und Professorin an der Hochschule Esslingen sowie Mit-Herausgeberin der Fachzeitschrift „Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung“
Heiner Keupp
Mitglied der unabhängigen Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs und Gastprofessor an der Universität Bozen
In dem Workshop soll es um den Ablauf des institutionellen Aufarbeitungsprozesses mit seinen speziellen Herausforderungen gehen, anhand von Beispielen aus der Aufarbeitungspraxis unter besonderer Berücksichtigung der Betroffenenperspektive
Workshop 7:
Aufarbeitung und Rehabilitation im Kinderschutz: Nachhaltige Integration in institutionelle Kinderschutzkonzepte - Eine Bestandsaufnahme
Franziska Müller
Sachbearbeiterin in der Geschäftsstelle des Landesbeauftragten für Kinderschutz im Freistaat Thüringen
Im Rahmen der Initiative "Thüringer Kinderschutzkonzepte" sind alle Einrichtungen und Organisationen, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten, angehalten, sich intensiv mit Schutzprozessen auseinanderzusetzen. Ziel ist es, durch einen konstruktiven Diskussions- und Qualitätsentwicklungsprozess tragfähige Kinderschutzkonzepte zu entwickeln, umzusetzen und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Im Fokus stehen dabei die Themen Aufarbeitung und Rehabilitation, die als zentrale Bausteine für wirksamen Kinderschutz verankert werden sollen. Im Workshop wird diskutiert, welche Unterstützungen, Ressouren und Methoden die teilnehmenden Organisationen benötigen, um den Kinderschutz in ihrer täglichen Praxis effektiv zu stärken.
Workshop 8:
Hinhören, Aufklären, Verändern - Lehre aus Fällen sexualisierter Gewalt an Schulen
Dr. Stefanie Buchmann
Referentin Referat 25 für Angelegenheiten des schulischen Personals im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt dient nicht nur der Klärung vergangenen Unrechts, sondern auch der Prävention zukünftiger Gefährdungen. Im Workshop soll herausgearbeitet werden, welche Rolle Betroffenenbeteiligung für glaubwürdige und wirksame Aufarbeitungsprozesse spielt. Aus behördlicher Perspektive werden zentrale Erkennisse, Standards und Handlungsempfehlungen für Schulen vorgestellt, die Grundlage für die Diskussion sind, mit welchen Chancen, Herausforderungen und Konsequenzen schulischer Kinderschutz gedacht werden muss.
Workshop 9:
Aufgaben und erste Ergebnisse der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Bistum Erfurt
Dr. Ulrike Brune
Ehrenamtliche Vorsitzende der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Bistum Erfurt
Der Workshop skizziert sowohl den Rahmen, in dem sich die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Bistum Erfurt vollzieht, als auch die Aufgaben der Kommission. Nach einem Exkurs in die ergriffenen rechtlichen Maßnahmen der Kirche gegen das Phänomen des sexuellen Kindesmissbrauchs wird eine Zwischenbilanz des bisher Erreichten gezogen und mit den Teilnehmenden diskutiert.
Workshop 10:
Die Aufarbeitungskommission zur Etablierung von Standards zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche: Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen
Jan Lamontain
Leiter des Referates "Kinderrechte, Kinderschutz und Prävention sexualisierter Gewalt" im Ministerium für Kinder, Jugendliche Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (Landesaufarbeitungskommission NRW)
Auf Grundlage eines parlamentarischen Antrags wurde in Nordrhein-Westfalen eine Landesaufarbeitungskommission zur Etablierung von Standards zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche eingesetzt. Der Workshop gibt Einblicke in die Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt stehen die strukturellen Voraussetzungen und der Einsetzungsprozess der Landeskommission, ihre Arbeitsweise sowie die Beteiligung der Betroffenen. Im anschließenden Austausch werden Herausforderungen und Gelingensbedingungen für die Einrichtung von Landeskommissionen zur Entwicklung von Standards zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche diskutiert.
 
Inhaltselement überspringen 
Inhaltselement überspringen 

Die Workshops werden von den Mitgliedern des Landesbetroffenenrates für Betroffene sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend und deren Erfahrungsexpertise begleitet. 

 
 
Inhaltselement überspringen 

Organisatorisches

Inhaltselement überspringen 

Veranstaltungstag- und ort

Wann?
29. August 2026

9.00 - 16.00 Uhr

Wo?
Kontor in Erfurt
Hugo-John-Straße 8
99086 Erfurt

Wir empfehlen die Anreise mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln.

 
Inhaltselement überspringen 

Sie haben Fragen?

Bei Rückfragen wenden Sie sich an:

Geschäftsstelle des Landesbeauftragter für Kinderschutz
Frau Jenny Steinmetz
0361 573811606
Kinderschutzbeauftragter@tmsgaf.thueringen.de

 
 
Inhaltselement überspringen 
Inhaltselement überspringen 

Hinweise

Die Anmeldung zum Fachtag ist zunächst unverbindlich und bis zum 31. Juli 2026 möglich. Die Teilnahme am Kinderschutzfachtag ist kostenlos.  Während des Fachtages werden Speisen und Getränke kostenfrei bereitgestellt. Der Veranstaltungsort ist barrierearm.

 
 
Inhaltselement überspringen 
Inhaltselement überspringen 

1. Workshop-Wunsch: Bitte wählen Sie einen Workshop aus. Die Auswahl öffnet sich durch das Anklicken der Zeile.

2. Workshop-Wunsch: Bitte wählen Sie einen Workshop aus. Die Auswahl öffnet sich durch das Anklicken der Zeile.

Bitte kreuzen Sie bei Bedarf folgende Punkte an:

Alle mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.