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Jugend-Check Thüringen: 5.000 junge Menschen zur Mitwirkung eingeladen

In den kommenden Tagen erhalten 5.000 junge Menschen in Thüringen Post: Das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie (TMSGAF) lädt sie ein, Teil des neuen Jugend-Panels im Rahmen des Jugend-Check Thüringen zu werden. Mit dem Versand der Einladungen beginnt die letzte Phase des Modellprojekts, das neue Wege der Jugendbeteiligung in der Gesetzgebung erprobt.

Die angeschriebenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurden zufallsbasiert aus dem Melderegister ausgewählt. Um ein möglichst realistisches Abbild der Lebensrealitäten junger Menschen in Thüringen zu erreichen, erfolgte die Auswahl unter Berücksichtigung soziodemografischer Merkmale wie Alter, Wohnortgröße und Geschlecht. Eine Bewerbung für die Teilnahme ist nicht möglich.

Direkte Rückmeldung zu Gesetzentwürfen

Teilnehmende des Jugend-Panels werden künftig per E-Mail zu kurzen, anonymen Online-Befragungen eingeladen. In diesen sogenannten Jugend-Befragungen können sie ihre Perspektiven, Einschätzungen und Erfahrungen zu aktuellen Gesetzentwürfen einbringen.

Die Teilnahme ist niedrigschwellig angelegt: Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, eine Befragung dauert rund 15 Minuten. Bis November 2026 sind bis zu drei Befragungen vorgesehen.

Die Ergebnisse fließen direkt in den Jugend-Check Thüringen ein. Ziel des Verfahrens ist es, die Auswirkungen geplanter Gesetze auf junge Menschen frühzeitig sichtbar zu machen und die Gesetzgebung im Freistaat jugendgerechter zu gestalten. Der Jugendbegriff umfasst dabei die Lebensphase ab dem Eintritt in die Sekundarstufe bis zum Abschluss der Ausbildung.


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"Demokratie lebt vom Mitmachen – und sie beginnt im unmittelbaren Lebensumfeld junger Menschen. Mit der Jugend-Befragung schaffen wir ein niedrigschwelliges Angebot, damit möglichst viele junge Menschen ihre Perspektiven einbringen und politische Entscheidungen mitgestalten können."
Katharina Schenk
Thüringer Jugendministerin
 
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Modellprojekt erprobt neue Beteiligungswege

Die Jugend-Befragung ist Teil des Modellprojekts Jugend-Check Thüringen. Im Rahmen des Projekts werden unterschiedliche Ansätze getestet, um junge Menschen stärker in die Gesetzesfolgenabschätzung einzubeziehen.

Bereits in den Jahren 2023 bis 2024 wurde mit dem „Jugend-Team“ ein erstes Beteiligungsformat erprobt: 50 zufällig ausgewählte junge Menschen entwickelten in Präsenzsitzungen konkrete Hinweise zu Gesetzentwürfen.

Mit dem Jugend-Panel wird dieser Ansatz nun erweitert, um deutlich mehr junge Menschen zu erreichen und Beteiligung digital und flexibel zu ermöglichen.

Wissenschaftliche Umsetzung und transparente Ergebnisse

Die Jugend-Befragungen werden von der Projektstelle Jugend-Check Thüringen (ProJCT) am Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung entwickelt und wissenschaftlich ausgewertet. Organisatorisch wird das Vorhaben durch die Servicestelle Mitbestimmung im Thüringer Sozialministerium begleitet.

Die Teilnahme am Jugend-Panel ist freiwillig und anonym. Personenbezogene Daten werden nach Ablauf der Rückmeldefrist gelöscht, sofern keine Teilnahme erfolgt.

Die Ergebnisse ergänzen die wissenschaftliche Analyse der Gesetzesfolgen und werden an die zuständigen Ministerien übermittelt. Darüber hinaus werden die Resultate in zusammengefasster Form auf der Website der Projektstelle veröffentlicht.

Weitere Informationen:
www.jugend-check-thueringen.de