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Schnelle Hilfe im Notfall: Das Thüringer Herzinfarktnetzwerk

21 Thüringer Kliniken arbeiten künftig eng zusammen, um Patientinnen und Patienten mit akutem Herzinfarkt schneller und gezielter zu versorgen. Mit dem Aufbau des Thüringer Herzinfarktnetzwerks wird die Notfallversorgung im Freistaat weiter verbessert und landesweit einheitlich organisiert.

Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute. Ziel des neuen Netzwerks ist es daher, Betroffene möglichst schnell in eine spezialisierte Klinik zu bringen, die über die notwendigen personellen, organisatorischen und technischen Voraussetzungen für eine sofortige Behandlung verfügt. Rettungsdienste werden angehalten, bei entsprechendem Verdacht vorrangig eines der teilnehmenden Krankenhäuser anzufahren, sofern dieses in vertretbarer Entfernung liegt. Die medizinische Entscheidung über das Zielkrankenhaus bleibt weiterhin bei der Notärztin oder dem Notarzt beziehungsweise den verantwortlichen Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern.


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Portraitfoto von Ministerin Schenk
Mit dem Thüringer Herzinfarktnetzwerk stellen wir sicher, dass Patientinnen und Patienten im Notfall schnell in eine spezialisierte Klinik gelangen und bestmöglich versorgt werden. Das stärkt Qualität und Sicherheit in der Notfallversorgung.
Katharina Schenk
Thüringer Gesundheitsministerin
 
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Klare Qualitätskriterien für teilnehmende Kliniken

Alle beteiligten Krankenhäuser verfügen über ein Herzkatheterlabor mit Linksherzkatheter-Messplatz und erfüllen zusätzliche Qualitätsanforderungen. Dazu gehören unter anderem:

  • eine eigenständige kardiologische Fachabteilung unter Leitung einer Fachärztin oder eines Facharztes für Kardiologie

  • ein Bereitschaftsdienst, der die Verfügbarkeit eines spezialisierten Arztes innerhalb von 30 Minuten sicherstellt

  • frühzeitige Einbindung der Kardiologie bereits bei Anmeldung durch den Rettungsdienst

  • mindestens vier interventionelle Kardiologinnen oder Kardiologen zur 24/7-Versorgung

  • technische Möglichkeiten zur digitalen EKG-Übertragung aus dem Rettungswagen in Klinik und Kardiologie

  • direkte Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Rettungsdienst und Krankenhaus

Diese Standards gewährleisten eine schnelle, koordinierte und qualitätsgesicherte Behandlung akuter Herzinfarkte.

Digitale Unterstützung durch MEDiRett Thüringen

Zusätzlich ist vorgesehen, das Netzwerk zeitnah in das elektronische Einsatzdatenerfassungssystem „MEDiRett“ Thüringen einzubinden. Das System ermöglicht es Rettungskräften, Patientendaten bereits während des Einsatzes digital zu übermitteln und geeignete Kliniken frühzeitig zu informieren. Krankenhäuser können sich dadurch gezielt auf die Ankunft vorbereiten und Behandlungsabläufe weiter beschleunigen. Das Herzinfarktnetzwerk arbeitet jedoch bereits unabhängig von dieser technischen Erweiterung.

Teilnehmende Krankenhäuser im Thüringer Herzinfarktnetzwerk

  • Klinikum Altenburger Land

  • Ilm-Kreis-Kliniken Arnstadt-Ilmenau, Standort Arnstadt

  • Zentralklinik Bad Berka

  • Hufeland Klinikum, Standort Bad Langensalza

  • Klinikum Bad Salzungen

  • St. Georg Klinikum Eisenach

  • Helios Klinikum Erfurt

  • Katholisches Krankenhaus „St. Johann Nepomuk“ Erfurt

  • SRH Krankenhaus Walterhausen-Friedrichroda

  • SRH Wald-Klinikum Gera

  • Helios Klinikum Gotha

  • Kreiskrankenhaus Greiz-Ronneburg, Standort Greiz

  • Eichsfeld Klinikum, Standort Heilbad Heiligenstadt

  • Universitätsklinikum Jena

  • Helios Klinikum Meiningen

  • Südharz Klinikum Nordhausen

  • Elisabeth Klinikum Schmalkalden

  • Thüringen-Kliniken „Georgius Agricola“, Standort Saalfeld

  • KMG Kliniken SE, Standort Sömmerda

  • SRH Zentralklinikum Suhl

  • Sophien- und Hufeland-Klinikum Weimar